Wie ist es Mutter zu sein?




Meine Tochter, unser Wunder war da und meine Freundinnen ohne Kind fragten mich voller Erwartung.... Und wie ist es Mutter zu sein? Lange hatte ich darauf nicht die eine ultimative Antwort. Doch nun nach 3 Monaten emotionalen höhen und tiefen weiß ich es...


Emotionale Schwankungen nach der Geburt..

Meine Tochter ist ein absolutes Wunschkind, wir haben viele Rückschläge erlitten und es hat uns viel Mühe, Nerven und Tränen gekostet.

Meine Geschichte dazu kannst du hier nachlesen

Als Sie dann endlich da war, meine Tochter, mein Licht im Leben, musste ich meine Emotionen erstmal ordnen. Denn meine Vorstellungen kollidierten mit der Realität.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fand ich es fast fahrlässig uns diesen wunderbare Wesen mitzugeben, wir wussten doch gar nicht genau wie man damit umgeht.
Zwischen Hormonabfall und schlaflosen Nächten realisierte ich, wie mein Leben die nächste Zeit aussehen sollte.

Ich Fragte mich, wie andere Mütter noch ein zweites Kind bekommen konnten.
Versteht mich nicht falsch, es war auf seine Weise wunderschön - Doch es forderte alles von uns ab und nichts war wie davor.

Bedeutet ein Baby Selbstaufgabe?

Bereits in meinem Geburtsvorbereitungskurs hörte ich es von den Zweitmamis immer wieder:
Das erste Kind ist die größte Umstellung.

WOW und ganz ehrlich, Sie haben Recht. In der ersten Zeit machte ich mir immer wieder Gedanken darüber, was es für mich bedeutet Mutter zu sein? Denn bei der Geburt unserer Tochter wurde auch eine Mutter "geboren". Ich war ab jetzt eine Mutter, nur wusste ich noch nicht was alles zu meiner neuen Rolle gehört.

Man kann noch soviel über das Thema lesen, mit Freunden und anderen Müttern sprechen, bis man alle Horrorstorys gehört hat - Doch all das bereitet dich nur sehr oberflächlich auf die Realität vor.

Nach 3 Monaten des Mama seins kann ich nur sagen, es stimmt es ändert sich einfach alles.
Ausnahmslos, angefangen bei den Nächten, deiner Beziehung, deinen Wertvorstellungen, deiner Definition von dir Selbst und allem was dich ausmacht. In gewisser Weise wird man zu einem neuen Mensch, mit neuen Stärken und neuen Schwächen. Es war der Kontrollverlust und die aufgabe aller Routinen die mir Angst machten. Denn das war doch alles Ich?


Wer bin ich als Mutter?

Vor der Geburt meiner Tochter wusste ich wer ich bin und was mich ausmachte. Als ich nun die neue Rolle als Mutter einnahm, musste ich für mich step by step lernen, mich neu zu definieren und zu hinterfragen - Was für eine Mutter ich sein will.

Denn jede Entscheidung die ich treffe, bedeutet nun nicht mehr nur für mich Konsequenzen, sondern auch für das Leben meiner Tochter. Wie soll sie aufwachsen, was ist mir wichtig, welche Werte möchte ich ihr vermitteln?

Nun, ich habe diese Fragen nur zum Teil für mich beantwortet und mich werden die Antworten darauf noch ein ganzes Stück begleiten. Ich werde wohl genauso viel von Ihr lernen, wie sie von mir.
Auf unserem gemeinsamen Weg liegen noch viele Abenteuer.

Auch wenn ich gerne mehr Zeit für mich hätte und gerne ausschlafen würde, vermisse ich die Zeit vor unserer Tochter nicht. Denn wenn ich all die Herausforderungen und den Schlafmangel addiere bleibt unterm Strich immer noch so viel Liebe und Glück übrig.

Jedesmal wenn Sie lacht oder etwas neues kann, klopft mein Herz und ich freue mich auf alles was kommt! Danke mein Schatz das du mir zeigst, dass ich stärker bin als ich dachte.


Wie war die erste Zeit für dich als Mutter? Wie hast du deine Rolle als Mutter wahrgenommen und hast du dich ebenfalls neu definiert?


LG

HANNA

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