Von nun an alles anders? Geburtsbericht unserer Tochter




Endlich ist unser Kind da, in diesem Post möchte ich dir berichten wie meine Geburt war, was für Erfahrungen ich gemacht habe und wie es mich verändert und gestärkt hat.


Es geht los..

einen Tag vor dem errechneten Entbindungstermin ging es los um genau 0 Uhr.
Ich hatte die ersten Wehen, wollte meinen Mann aber noch etwas schlafen lassen. Um 5 Uhr morgens waren die Schmerzen dann stärker und wir beschlossen ins Krankenhaus zu fahren.
Dort angekommen wurde ich an ein CTG angeschlossen um die Wehen zu protokollieren.
Zu meiner Frustration waren dort aber keine zu sehen. Uns wurde empfohlen ein bisschen spazieren zu gehen und dann nochmal zu kommen. Nach einer Stunde spazieren, Wehen veratmen und hoffen das es bald losgeht, waren wir wieder bei der Hebamme.  Der Muttermund war einen Zentimeter geöffnet und somit hatte sie uns empfohlen wieder nach Hause zu fahren und wieder zukommen, wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen.

Wieder nach Hause..

Damit hatte ich nicht gerechnet. Wir wurden wieder nach Hause geschickt. Vorsorglich wurde uns ein Termin in 2 Tagen gegeben.Ich dachte nur waaasss in 2 Tagen - Wenn ich solange Schmerzen habe unterschreibe ich sofort alles für einen Kaiserschnitt :D

Zuhause angekommen bin ich eine Runde baden gegangen und die Schmerzen verringerten sich, somit konnte ich tatsächlich noch 2 Stunden schlafen um Kraft zu sammeln.
Danach ging es allerdings mit den richtigen Wehen weiter. Ich dachte schon das die Anfangswehen schlimm waren, aber nun hätte ich mir diese wieder zurück gewünscht. Alle 6 Minuten kam eine richtig starke Eröffnungswehe die ich tatsächlich mit schmerzverzerrtem Gesicht veratmen musste.
Wir sind wieder ins Krankenhaus gefahren und endlich war der Muttermund 4 Zentimeter geöffnet. Ich durfte da bleiben und alles nahm seinen Gang.

PDA und etwas Erholung..

Mir war gleich klar das ich eine PDA wollte. Für alle die Angst vor den Schmerzen einer PDA haben:Ich habe davon gar nichts gespürt. Die Wehen waren eindeutig schlimmer und ich habe so gehofft das die Schmerzen etwas nachlassen, um Kraft für die Geburt sammeln zu können.
So war es dann auch, die PDA wirkte und ich war sooo Dankbar :)
Ich konnte sogar etwas schlummern. Oft werden die eigenen Wehen durch eine PDA verringert, somit wurde ich nach einer Weile an einen Wehentropf angeschlossen.
Und ab diesem Moment ging alles ganz schnell.

Hilfe der Wehentropf...

Mit dem Wehentropf kamen die Wehen jede Minute und innerhalb kürzester Zeit war der Muttermund bei 8 Zentimetern. Meine Hebamme hat die Fruchtblase aufgestochen und kurz darauf setzen die Presswehen ein. Die Herztöne unserer Tochter waren etwas kritisch und somit hatte der Arzt geholfen, indem er mit seinem Ellenbogen Druck nach unten aufbaute.
Bereits nach 6 Presswehen war unsere Tochter da.

Sie wurde mir direkt auf die Brust gelegt und ich habe geweint. Von herzen geweint aus Erleichterung, endlich am Ziel zu sein und geweint aus Erleichterung keine Schmerzen mehr zu haben.
Durch die rasante Geburt hatte ich einen Dammris Grad 2 und ich wurde ca. 45 Minuten geneht. Das war leider sehr schmerzhaft - aber bald wieder vergessen. Mein Mann hat die Zeit in der ich genäht wurde genutzt und mit unserer Tochter eine runde gebondet und wir habe die ersten Stunden gemeinsam sehr genossen.


Von nun an zu Dritt..

Meine Geburt hat 22 Stunden gedauert (gezählt ab der ersten Wehe) und hat unser komplettes Leben geändert. Auf die schönste Art und Weise die man sich vorstellen kann.
Mein Mann war zwei Nächte mit im Krankenhaus, was für mich eine wunderbare Hilfe war. Denn so konnten wir uns alle gemeinsam kennen lernen und die ersten Stunden wurden so zu unvergesslichen Erinnerungen.


Wie war deine Geburt? was hast du für spannende Momente erlebt. Was hat dieses Ereignis mit dir und deiner Persönlichkeit gemacht? Fühlst du dich wie ich, einfach anders, auf die beste Art und Weise?

LG

HANNA











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